Logo headerphoto
Medien Home >Aktionen und Projekte > Projekt PSO 2014

Qualität ist entscheidend – Messtechnik-Projekttage der Medientechnologen Druck

Im Bereich der Erzeugung von Druckprodukten nimmt mit den stark gestiegenen Messmöglichkeiten auch der Druck auf die Druckereien zu, den Kunden nachweisbar und lückenlos dokumentiert die geforderte, gleichbleibende Qualität ihrer bestellten Druckerzeugnisse zu garantieren. Die Walter-Gropius-Schule nimmt sich mit Auszubildenden zum Medientechnologen des zweiten Lehrjahres dieser Thematik an.

Der ProzessstandardOffset (PSO) des Bundesverbandes Druck (BVDM) legt seit mehreren Jahren die Standards, die Messmethoden und –toleranzen fest, die bei der Bewertung eines Druckerzeugnisses herangezogen werden. Gleichwohl gibt es nicht wenige Kunden, gerade im Bereich der Verpackungsherstellung für Marken- und Premiumprodukte, deren Qualitätsvorgaben sogar noch weit über das vom  BVDM vorgegebene Maß hinausgehen.

Selbst dem Laien dürfte spätestens jetzt klar sein, dass dieses nur mit standardisierten Arbeitsabläufen und unter Einsatz moderner Messtechnik zu gewährleisten ist. Eine sehr wesentliche Kompetenz für zukünftige Medientechnologen Druck besteht also darin, einerseits die  Komplexität der Standardisierung bei der Erzeugung von Druckprodukten zu durchschauen sowie andererseits den sinnvollen Einsatz und die Grenzen der technischen Messmöglichkeiten andererseits zu überblicken.

An zwei zusätzlichen Berufsschultagen setzten sich die Auszubildenden zum Medientechnologen Druck des zweiten Lehrjahres der Walter-Gropius-Schule unter Leitung der Lehrer Michael Genther und Volker Claußen mit diesem zentralen Thema sowohl in praktischen Versuchen als auch theoretisch auseinander.

An den schuleigenen Maschinen der Heidelberger Druckmaschinen AG wurden von den Schülern Färbungsreihen gedruckt, die für die späteren Messversuche aussagekräftige Ergebnisse liefern sollten. Gleichsam wurde im Vorfeld bei der Druckplattenherstellung die zentrale Bedeutung der Standardisierung (Stichwort „Profilierung“) im Bereich der Druck-Vorstufe herausgearbeitet und die vorhandenen Druckvorlagen in Hinsicht auf standardisierte Qualität von den Schülern analysiert.

Im Bereich der messtechnischen Auswertung stand die Bedienung von Densitometern und Spektralfotometern im Mittelpunkt, angefangen beim Anlegen von Farbfächern und Profilen über Anwendung in Bezug auf verschiedene Messaufgaben, sowie Auswertung, Dokumentation und Interpretation der Messergebnisse.

Neben den speziellen fachlichen Inhalten, die sich in diesem hochtechnisierten Bereich verhältnismäßig schnell weiterentwickeln, stand vor allem der Prozessgedanke bei der Projektdurchführung im Mittelpunkt. Die zukünftigen Facharbeiter sollten die Gesamtzusammenhänge erarbeiten und erkennen, die Notwendigkeit und die zu berücksichtigenden Parameter für eine standardisierte Produktion ermitteln und sich Möglichkeiten ihrer Messung weitestgehend selbsttätig erarbeiten. Die Schüler waren mit großem Einsatz bei der Sache, waren sich sehr schnell durchgehend der Wichtigkeit dieses Themas für ihre berufliche Tätigkeit bewusst und überzeugten durch Präsenz und Zielstrebigkeit. In Summe eine „Win-Win-Situaton“: Lehrer, die dankbare, wissbegierige, einsatzfreudige Schüler erleben konnten auf der einen Seite, auf der anderen Seite Schüler, die mit erheblichem Erkenntnisgewinn aus arbeitsreichen Berufsschultagen den Heimweg antreten konnten.