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Schulprogramm der Walter-Gropius-Schule Hildesheim

Vorwort

Die Entwicklung der Berufsbildenden Schulen zu selbstständig agierenden, lernenden und verantwortenden Organisationen bedingt einen kontinuierlichen Schul- und  Qualitätsentwicklungsprozess und eine angemessene Dokumentation der Ergebnisse.
Aus der Reflektion des Ist-Zustandes werden Ziele und Maßnahmen abgeleitet, die die schulische Arbeit auf allen Ebenen mittelfristig bestimmen und deren Ergebnissicherung durch eine entsprechende Evaluation begleitet wird.

Das vorliegende Schulprogramm der Berufsbildenden Schulen Hildesheim – Walter-Gropius-Schule – gibt einen Einblick in die Qualitätsentwicklungsprozesse der Schule und gestaltet gleichzeitig den Rahmen für die zukünftige Arbeit der kommenden fünf Jahre.

Der Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen, die an der Erarbeitung dieses Schulprogramms mitgearbeitet haben sowie dem gesamten Kollegium. Nur durch ein gemeinsames Verständnis, die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und das aktive Einbringen in die zu bewältigenden Aufgaben sind erfolgreiche Veränderungen in dieser umfangreichen Ausprägung erst möglich.  

 

Situation der Schule

Die Berufsbildenden Schulen Hildesheim – Walter-Gropius-Schule – entwickelten sich im 19. Jahrhundert aus verschiedenen Gewerblichen und Landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen und wurden 1956 als Berufs- und Berufsfachschule des Landkreises Hildesheim am Standort in der Steuerwalder Straße angesiedelt.

Bis 1998 prägte der Standort auch den Namen der Schule, die als Berufsschule Steuerwald als eine von sechs Berufsbildenden Schulen in die Trägerschaft des Landkreises Hildesheim gehört.

Seit dem 1. März 1998 führt die Schule den Namen des Architekten und Bauhausgründers Walter Gropius, da viele Berufsfelder und Schulformen an der Schule einen direkten Bezug zu dessen Arbeits- und Wirkungsfeld haben.

Als Bündelschule bildet sie in der Teilzeitberufsschule in 30 Ausbildungsberufen der Berufsfelder Agrarwirtschaft, Bautechnik, Druck- und Medientechnik, Ernährung und Hauswirtschaft, Farbtechnik und Raumgestaltung, Holztechnik und Körperpflege aus.

Die Berufseinstiegsschule umfasst  6  Klassen in den genannten Berufsfeldern und besteht aus dem Berufsvorbereitungsjahr und der Berufseinstiegsklasse. Hier liegt neben der Fachlichkeit ein großer Schwerpunkt in der pädagogischen Arbeit, der Berufsvorbereitung sowie der Vermittlung einer fundierten Allgemeinbildung.

Die einjährige Berufsfachschule wird in den Fachrichtungen Agrarwirtschaft, Bauwirtschaft, Druck- und Medientechnik, Floristik, Gastronomie, Holztechnik und Körperpflege angeboten.  Die Schülerinnen und Schülern erhalten in 7 Klassen neben der Allgemeinbildung eine berufliche Grundbildung, die mit den Inhalten eines ersten Ausbildungsjahres in dem jeweiligen anerkannten Ausbildungsberuf gleichzusetzen ist.

Als eine der ersten Berufsschulen in Niedersachsen wurde an der Walter-Gropius-Schule die Fachoberschule im Bereich der Gestaltung eingerichtet und später um den Bereich der Technik (Bau- und Holztechnik) erweitert.  In insgesamt 10 Klassen besuchen Schülerinnen und Schüler die Jahrgangsstufen 11 und 12.

Das Bildungsangebot der Schule wird seit 1990 durch eine der wenigen bundesweit etablierten Fachschulen im Bereich der Farbtechnik abgerundet. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden junge Fachkräfte aus der Farbtechnik in den Schwerpunkten Maler und Lackierer oder Industrielle Beschichtungstechnik zu Führungskräften weitergebildet. Gegenwärtig bereiten sich Schülerinnen und Schülern in vier Klassen auf die Abschlussprüfung vor.

Insgesamt werden 1800 Schülerinnen und Schüler von 105 Lehrkräften, Referendaren und nebenberuflichen Lehrkräften unterrichtet.

Leitbild der Walter-Gropius-Schule

Wir bereiten unsere Schülerinnen und Schüler auf zukünftige Lebensaufgaben vor

  • Durch unser pädagogisches Handeln vermitteln wir die hierzu nötigen Kompetenzen und unterstützen die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung hin zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten im demokratischen Miteinander.
  • Die zentralen Anliegen unserer schulischen Bildungsarbeit konzentrieren sich auf die Bereiche der Berufsorientierung und -vorbereitung, der beruflichen Aus- und Weiterbildung, der Unterstützung beim Einstieg ins Berufsleben, der Vorbereitung auf ein Studium.
  • Berufsspezifische und berufsübergreifende Qualifikationen  vermitteln wir unter Berücksichtigung des raschen technologischen Wandels und der gesellschaftlichen Veränderungen.
  • Wir achten auf ein positives,  leistungsförderndes und -forderndes, innovatives Lernklima und methodische Vielfalt.
  • Die Förderung individueller Fähigkeiten, speziell auch von begabten Schülerinnen und Schülern, und die Integration von benachteiligten Jugendlichen liegt uns besonders am Herzen.

 

Wir gestalten unsere Schule als Lebens- und Arbeitsraum

  • An unserer Schule begegnen sich Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, die gemeinsam arbeiten und lernen. Die Pflege unserer Kultur und die Einbeziehung anderer Kulturkreise bedeutet für uns eine Bereicherung des Schullebens.
  • Unser Zusammensein wird getragen von unerlässlichen Werten wie
Achtung
Toleranz
Vertrauen
Höflichkeit
Fairness
Verlässlichkeit
Leistungsbereitschaft
Ehrlichkeit

 

Kompromissfähigkeit
Fürsorge
Gerechtigkeit
Kritikfähigkeit
Anerkennung
Rücksichtnahme
Verantwortungsbewusstsein
Gleichberechtigung
Integrationsbereitschaft
  • Unsere Schulleitung praktiziert einen demokratischen, wertschätzenden Führungsstil und bindet das Kollegium in starkem Maße in Entscheidungsprozesse ein.
  • Bei Problemen und Konflikten streben wir einvernehmliche Lösungen an. Wir stehen gegen jede Form von Gewalt und Unterdrückung. Bei Nichtbefolgung von Regeln reagieren wir mit der notwendigen Konsequenz.
  • Das äußere Erscheinungsbild und ein positives Image unserer Schule sind uns wichtig.

 

Wir verbessern die Qualität unserer Arbeit und die Arbeitsbedingungen

  • Den Rahmen für unsere pädagogische Arbeit schaffen wir durch eine effektive Schulorganisation und eine innerschulische Vernetzung. Durch Teambildung fördern wir eine effiziente Arbeit, die durch ein Qualitätsmanagementsystem weiter entwickelt und evaluiert wird.
  • Die Qualifizierung unserer Lehrkräfte  wird durch ein gezieltes Fort- und Weiterbildungsprogramm sichergestellt.
  • Der ökonomische und ökologische Einsatz von Ressourcen ist für uns ein zentrales Gebot.
  • Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie angemessene Arbeitsbedingungen haben einen hohen Stellenwert.

 

Wir fördern die enge Zusammenarbeit mit unseren externen Partnern

  • Durch die Entwicklung unserer Schule zum Kompetenzzentrum für Ausbildungsfragen leisten wir einen Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Hildesheim.
  • Wir arbeiten eng mit Unternehmen, weiteren außerschulischen Partnern, Institutionen und Erziehungsberechtigten zusammen.
  • Mit allgemeinbildenden Schulen und Hochschulen pflegen wir eine enge Kooperation und wir sind offen für eine Schulpartnerschaft mit einer ausländischen Schule.
  • Wir unterstützen die Bereitstellung von Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen und sind behilflich bei der Vermittlung von Schülerinnen und Schülern sowie Auszubildenden für unsere dualen Partner.

Ist-Zustand der Walter-Gropius-Schule

Dieser Abschnitt des Schulprogramms dokumentiert unterrichtliche und organisatorische Strukturen und Prozesse sowie alle sonstigen Arten von Aktivitäten an der Walter-Gropius-Schule. Bei der Erarbeitung dieser Bestandsaufnahme hat sich das Schulprogramm-Team an der Struktur des Orientierungsrahmens Niedersachsen orientiert. Ein Verzeichnis mit detaillierten Angaben findet sich auf der Homepage der Walter-Gropius-Schule.

 

Lernen und Lehren

An der Walter-Gropius-Schule wird gemäß dem Leitbild und den curricularen Vorgaben nach schuleigenen Arbeitsplänen gearbeitet, die jederzeit im Intranet bzw. in dafür eingerichteten Ordnern bei den Koordinatoren oder Leitern der jeweiligen Fachgruppe  oder Abteilung einzusehen sind. Diese Pläne werden in regelmäßigen Abständen evaluiert, so dass aktuell jeder Arbeitsplan innerhalb der letzten zwei Jahre überarbeitet wurde.
In allen Abteilungen und Schulformen werden regelmäßig in den Arbeitsplan eingebundene Projekte und Exkursionen, Fachmessenbesuche, Wettbewerbe sowie Klassenfahrten  durchgeführt. Diese Veranstaltungen werden dezentral innerhalb der Abteilungen und Schulformen initiiert und konzipiert.

Die Entwicklung berufsspezifischer und allgemeiner Kompetenzen im Umgang mit Medien und Informations- und Kommunikationstechnologien ist uns wichtig und wird durch die Arbeitsgruppe Medienkonzept schulweit vorangetrieben. Ausgehend von einer kollegiumsweiten Umfrage bezüglich der Medienressourcen an der Walter-Gropius-Schule wird derzeit eine Mediendatenbank aufgebaut, auf die per Intranet zugegriffen werden kann.
Abteilungs- und schulformintern wird durch die kontinuierliche Curriculumarbeit die Einbindung der entsprechenden Kompetenzen und Inhalte sicher gestellt. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien werden im Unterricht genutzt. Neben den Computerräumen,  „Medienwagen“, Beamern, WLAN-Hotspots und LAN-Anschlüssen sei hier besonders die frei zugängliche „Computer-Insel“ für die eigenverantwortliche Arbeit der Schülerinnen und Schüler in Pausen und Freistunden erwähnt.

Ein besonderes Angebot zur Vertiefung der PC-Kenntnisse wird den Schülern und Schülerinnen der Walter-Gropius-Schule mit dem ECDL-Kurs  (Europäischer Computerführerschein) unterbreitet.
Allgemeine Förderangebote  gibt es für Schüler im Berufsvorbereitungsjahr (Sprachförderung, Sozialtraining,...). Durch die Schwerpunktbildung und Werkstattangebote im Bereich Gestaltung findet eine differenzierte Förderung in der Fachoberschule statt.

An der Walter-Gropius-Schule gibt es eine in den Unterricht eingebundene Studien- und Berufswahlberatung, um die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Übergang in die Berufstätigkeit zu unterstützen. Für Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahrs werden u.a. regelmäßig Bewerbungstrainings und -coachings durchgeführt.
Die Absolvierenden der Fachoberschule werden durch Besuche an der Fachhochschule Hildesheim bzw. anderer Fachhochschulen auf eine mögliche Studienwahl vorbereitet.
Die Fachschule unterstützt die Schülerinnen und Schüler durch enge Kontakte mit der Wirtschaft und durch ein Bewerbungstraining im Unterricht bei ihrem Übergang in die Berufstätigkeit. Eine eigens eingerichtete Jobbörse des Fördervereins Prisma der Fachschule hilft bei der Vermittlung. Des Weiteren erhalten die Schülerinnen und Schüler aller Abteilungen und Schulformen Unterstützung bei der  Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplatzfindung.

Aufgrund der Bedeutung der schulischen Leistungen gerade im Hinblick auf die beruflichen Perspektiven unserer Schülerinnen und Schüler hat die Walter-Gropius-Schule ein schulweit verbindliches Konzept zur Leistungskontrolle und -bewertung erarbeitet und gemeinsam beschlossen. In diesem wird unter Erhalt der Flexibilität der Abteilungen und Fachgruppen verbindlich geregelt und transparent gemacht, nach welchen Kriterien an unserer Schule die Leistungen von Schülerinnen und Schülern bewertet werden. Weitergehende Vereinbarungen gibt es schulform-, abteilungs- und fächerintern.

Um eine möglichst konfliktfreie Zusammenarbeit zu fördern und um selbstständiges Lernen zu ermöglichen, gibt es neben den allgemein gültigen Regeln an der Schule (Schulordnung sowie Leitbild) gesonderte Vereinbarungen zwischen der Schule und  den Schülerinnen und Schülern.

Die Intention des Beratungskonzeptes an der Walter-Gropius-Schule ist vorrangig sowohl die präventive als auch aktuelle und langfristige Unterstützung für Schülerinnen und Schüler. Die Angebote richten sich jedoch mit der Unterstützung der Lehrkräfte in ihrer pädagogischen Arbeit und der Beratung von Erziehungsberechtigten und Ausbildern an alle an Bildung und Ausbildung der Walter-Gropius-Schule beteiligten Personenkreise.
Dabei kann das Beratungsteam, das derzeit aus acht Personen besteht (zwei Beratungslehrkräfte, eine Sozialarbeiterin, fünf Schulmediatoren/-innen) auf differenzierte Kompetenzen für die Einzelfall- und die Systemberatung zurückgreifen. Das Beratungsteam wird aus den Reihen der Schülerschaft durch zwölf zu Streitschlichtern ausgebildeten Schülerinnen und Schülern verstärkt.
Das Beratungsteam der Walter-Gropius-Schule ist eingebunden in eine Reihe von sozialen Netzwerken und Arbeitsgemeinschaften der Stadt und des Landkreises Hildesheim und hält engen Kontakt zu verschiedenen Kooperationspartnern.
Eine aktuelle Liste der Präventionsangebote sowie Kooperationspartner und der Mitarbeit in Arbeitsgemeinschaften befindet sich im Anhang. Zudem findet an unserer Schule eine intensive Berufsberatung statt (siehe oben).

 

Schulkultur

Die Lehrkräfte der Walter-Gropius-Schule orientieren sich bei ihrer Arbeit an dem Leitbild der Schule, welches in Form von Faltblättern sowie mittels der Homepage den Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie allen weiteren Interessierten publik gemacht wird.
An der Schule gibt es eine sehr intensive Zusammenarbeit mit externen Partnern. Im Berufsvorbereitungsjahr stehen dabei die Berufsberatung, das Bewerbungstraining sowie ein Vermittlungscoaching im Vordergrund. Ebenso findet eine enge Zusammenarbeit mit Organisationen im Bereich der Gewaltprävention statt und es  wird eine gute Zusammenarbeit mit den allgemeinbildenden Schulen gepflegt.
In der Fachschule wird mit zahlreichen Firmen, Organisationen und Verbänden aus Industrie, Handel und Handwerk zusammen gearbeitet . Es gibt einen eigens für diese Schulform gegründeten Förderverein, der die Schule durch mehrmals im Jahr stattfindende Fachlehrgänge, kommunikative Begegnungsmöglichkeiten zwischen Schülerinnen und Schülern, ein Alumniprogramm und Marketingmaßnahmen unterstützt.
In der Fachoberschule erfolgt eine Kooperation mit dem Theater für Niedersachsen sowie den Fachhochschulen. In den Fachgruppen wird eine enge Zusammenarbeit mit den Innungen, Handwerkskammern, Gewerkschaften und Verbänden gepflegt. Jährlich findet ein Sprechtag für Erziehungsberechtigte und Ausbildungsbetriebe statt.

In allen Schulformen und Abteilungen finden zahlreiche besondere Schulveranstaltungen statt. Hierzu zählen Klassenfahrten, Betriebsbesichtigungen, Theaterbesuche, Info-Veranstaltungen, Abschlussfeiern, Bibliotheksführungen, Lehrgänge, Sportturniere usw.
Die Schule veranstaltet im Laufe eines Schuljahres sowohl in der Walter-Gropius-Schule als auch an abgebenden allgemeinbildenden Schulen im Kreis zahlreiche Info-Veranstaltungen für Interessentinnen und Interessenten.

Über die Schüler- und Elternvertretung sowie den Schulvorstand nehmen beide Gruppen aktiv am Schulleben teil. Darüber hinaus werden regelmäßig Elternabende organisiert.

Die Lehrkräfte sind bestrebt die Schulatmosphäre kontinuierlich zu verbessern. Eine der Maßnahmen war in diesem Zusammenhang die Bildung der Arbeitsgruppe Raumkonzept, deren Schwerpunkt die repräsentative Neugestaltung des Eingangsbereiches der Walter-Gropius-Schule bei gleichzeitiger Verbesserung der Aufenthaltsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler ist. 
Mit Unterrichtsprojekten unterstützen die Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler die Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten, wodurch zudem die Bindung zur Walter-Gropius-Schule verstärkt wird.

Die Arbeitsgruppe „Rauchfreie Schule“ hat ihren bisherigen Arbeitsschwerpunkt auf die Erstellung von Regeln und Sanktionen, die Erstellung einer Präsentation für die Information der Kolleginnen und Kollegen, das Zusammenstellen von Unterrichtsmaterial zum Thema Rauchen und die mediale Begleitung des Weltnichtrauchertages gelegt.

 

Schulmanagement

An der Walter-Gropius-Schule existiert ein Dienstverteilungs- und Organisationsplan.  Aus ihm geht hervor, welche Aufgabenverteilung an der Walter-Gropius-Schule besteht und wie welche Funktionsstellen besetzt sind. Die Pläne werden jährlich aktualisiert und die Kolleginnen und Kollegen per Intranet und Handzettel informiert. Weiterhin gibt es einen Stufenplan. Dieser stellt eine Bestandsaufnahme der Beschäftigungsstruktur dar und weist aus, wie viele männliche und weibliche Beschäftigte in den Abteilungen und Schulformen  mit welcher Funktion tätig sind.

Die Schulleitung der Walter-Gropius-Schule erfasst und aktualisiert jährlich die Tätigkeiten der Lehrkräfte in Schularbeitsgruppen.

Der Finanzhaushalt der Schule wird jährlich im Schulvorstand veröffentlicht

Der Stundenausfall an der Walter-Gropius-Schule wird fortlaufend dokumentiert und am Ende eines Schuljahres auch statistisch ausgewertet. Dabei wird nach den Ursachen für Stundenausfälle differenziert. Somit lassen sich bei entsprechenden Auffälligkeiten umgehend Gegenmaßnahmen einleiten .

Die Grundsätze der Klassenbildung sind an der Walter-Gropius-Schule durch die Verordnung über Berufsbildende Schulen (BbS-VO) vorgegeben und können in einer Datenbank eingesehen werden. Besondere Regelungen für Aufnahmeverfahren, die über die Grundsätze der Klassenbildung laut BbS-VO hinausgehen, sind abteilungsintern festgelegt und ebenfalls in der Datenbank dokumentiert.

Die Schule sorgt durch abteilungsspezifische Terminpläne und eine Gesamtübersicht für eine möglichst langfristige Planungsgenauigkeit.
 
Ein Müllvermeidungs- und Versorgungskonzept wird praktiziert. Es ist im Intranet einsehbar.
Die Walter-Gropius-Schule verfügt über ein Management für den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Dieses orientiert sich an einer Strategie der Selbstverpflichtung aller an der Schule agierenden Personen und basiert auf einem umfassenden Präventionsverständnis, einem systemischen Ansatz mit ganzheitlicher Betrachtung von Arbeitsprozessen und der Prozessorientierung, d.h. der Einbindung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in alle schulischen Arbeitsabläufe.
Das vom Arbeitsschutzausschuss erarbeitete Konzept für den Arbeits- und Gesundheitsschutz definiert die personalen Zuständigkeiten und Tätigkeitsbereiche sowie die Aufgaben dieses mindestens dreimal jährlich tagenden Ausschusses. Es steht allen Kolleginnen und Kollegen zur Einsicht im Intranet zur Verfügung.

Die Schulleitung veröffentlicht und aktualisiert regelmäßig den vom Energieeinsparausschuss erarbeiteten Energiesparplan per DIN-A4-Handzettel als Umsetzungsempfehlung in den Klassen.

Der Datenschutzbeauftragte achtet auf die Einhaltung der Vorschriften des Datenschutzgesetzes. Dazu weist er Schulleitung und Lehrpersonal, ggf. auch Schüler, Schülerinnen, Betriebe und Erziehungsberechtigte auf mögliche Gefährdungen des Datenschutzes hin und informiert über den Umgang mit dem Datenschutz.

Schulpersonalrat, Schulfrauen- und Schwerbehindertenvertretung achten auf die Einhaltung gesetzlicher Regelungen und unterstützen bei evtl. auftretenden Konflikten am Arbeitsplatz.

 

Lehrerprofessionalität  /Personalentwicklung

In Übereinstimmung mit dem Leitbild unserer Schule finden zwischen dem Schulleiter der Walter-Gropius-Schule und den einzelnen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Mitarbeitergespräche statt. Gespräche erfolgen auf Initiative der Lehrkräfte, sie werden weder protokolliert noch statistisch bewertet. In Mitarbeitergesprächen geht es sowohl um eine Auswertung der zurückliegenden Arbeitsperiode als auch um die weitere Tätigkeit und Entwicklungsperspektiven, ein wechselseitiges kritisches Feedback und eine gemeinsame Bewertung des Entwicklungsstandes der Schule und Änderungsempfehlungen.

Die Walter-Gropius-Schule hat ein systematisches Fortbildungsmanagement implementiert. Ausgehend von den Bedürfnissen der Schule, die sich aus dem Leitbild der Schule, dem Qualitätsmanagement und der Personalentwicklung ergeben, wird systematisch der Fortbildungsbedarf durch einen Abgleich zwischen Zielen und Vorhaben einerseits und vorhandenen Ressourcen innerhalb der Walter-Gropius-Schule andererseits ermittelt. Dieser im Fortbildungskonzept festgelegte Prozess wird vom Fortbildungsbeauftragten und dem Fortbildungsausschuss umgesetzt.
Ein darüber hinausgehender individueller Fortbildungsbedarf der Lehrkräfte der Walter-Gropius-Schule wird durch gezielte Abstimmung innerhalb der Arbeitszusammenhänge unter Analyse der persönlichen Voraussetzungen und Kompetenzen ermittelt. Diese Klärungsprozesse werden bei Bedarf durch Mitarbeiter/Vorgesetzten- und Personalentwicklungsgespräche unterstützt.

Die Grundsätze zur Stundenplangestaltung und ein Konzept zu Vertretungsplänen sind erarbeitet und  werden umgesetzt. Sie können von  den Kolleginnen und Kollegen als Datei im Intranet eingesehen werden. Den Lehrkräften der Walter-Gropius-Schule steht mit dem Intranet ein separater, auch vom heimischen Computer aus erreichbarer Arbeitsbereich zur Verfügung, in dem aktuelle Informationen, Arbeitsprozesse, Formblätter, Antragsformulare etc. verfügbar sind oder auch Arbeitsergebnisse von Arbeitsgruppen hinterlegt werden können. Die Nutzung dieses Mediums kann per Zählung der quantitativen Aufrufe beobachtet werden.

 

Ziele und Strategien der Schulentwicklung

Seit Dezember 2006 wurden im Abstand von zwei Jahren bisher zwei schulweite Befragungen der Schülerinnen und Schüler aller Klassen und Schulformen zu den Themen Unterrichtsqualität und Schulklima durchgeführt.
Diese Befragungen wurde ausgewertet und die Ergebnisse dem Kollegium vorgestellt. Sie bilden die Grundlage für den eigenverantwortlich geführten Prozess der Unterrichtsentwicklung in den Abteilungen und Schulformen der Walter-Gropius-Schule. Die abteilungsübergreifend relevanten Ergebnisse der Befragung bilden die Basis für die Arbeit einer seit November 2007 etablierten Arbeitsgruppe Evaluation.

Zur individuellen Evaluation des Unterrichtes u. ä. durch die Klassen steht den Lehrerinnen und Lehrern im Schulnetz ein computergestütztes Umfrageprogramm zur Verfügung, welches durch Eingabe eigener Fragen und Ausfüllen am Computer auf jede Klasse und Lernsituation zugeschnitten werden kann.

Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 wurde die schulweite Einführung von Teamstrukturen an der Walter-Gropius-Schule initiiert. Ziele dieser Maßnahme sind der Abbau unnötiger, hemmender Hierarchien, die stärkere Einbindung der Lehrkräfte in Entscheidungsprozesse sowie die Unterrichtsverbesserung durch eine Verbesserung der Kommunikationsstruktur und die Nutzung von Synergieeffekten. Die erste umzusetzende Maßnahme durch alle Teams ist die Einführung eines umfassenden Systems zur Unterrichtsevaluation, welches Elemente wie kollegiale Hospitation und Beratung enthält.

 

Ergebnisse und Erfolge

Die Arbeitsgruppe Prozessentwicklung hat alle wesentlichen Verwaltungs- und Personalprozesse beschrieben. Diese Prozesse sind auf elektronischem Wege im Intranet einzusehen und können zusätzlich in Papierform im Lehrerzimmer nachgeschlagen werden.

Die Erfassung von Schulabschlüssen beim Eintritt in einen Bildungsgang der Walter-Gropius-Schule ist geregelt und wird u.a. in einer elektronischen Datenbank dokumentiert. Ferner werden alle an der Walter-Gropius-Schule erreichten Schulabschlüsse von der Schulleitung statistisch erfasst, ausgewertet und der Schulbehörde zur Verfügung gestellt.

Prüfungsergebnisse und Wettbewerbe werden an unserer Schule von den Abteilungen und Schulformen selbstständig ausgewertet und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Öffentlichkeitsarbeit  der Walter-Gropius-Schule wird zentral durch ein Mitglied der Schulleitung koordiniert.
Alle Veröffentlichungen über die Schule und ihre Aktivitäten in den Printmedien werden gesammelt und archiviert.

Die Schule präsentiert sich mit zahlreichen Aktivitäten innerhalb der Stadt und Region Hildesheim, zum Teil auch darüber hinausgehend. Gemeinsame Unterrichtsprojekte mit externen Einrichtungen werden realisiert, Ausstellungen und eigene Messeauftritte organisiert. Mit Infoveranstaltungen und Werbemaßnahmen macht die Schule auf eigene Aktivitäten aufmerksam.

Das Internet ist für die Walter-Gropius-Schule ein wichtiger Informations- und Kommunikationsweg geworden.
Die Homepage der Walter-Gropius-Schule wird genutzt, um Interessenten die Schule in ihrer ganzen Vielfalt zu präsentieren, aber auch, um Schülerinnen und Schüler über Termine etc. aktuell zu informieren, Formulare herunter zu laden usw.
Jede Kollegin und jeder Kollege ist über eine eigene e-Mailadresse der Schule auf elektronischem Wege erreichbar.
Aktuelle Informationen zur Unterrichtsorganisation, Hinweise auf besondere Veranstaltungen etc. werden den Schülerinnen und Schülern per e-Brett im Eingangsbereich der Schule präsentiert und zugänglich gemacht.


Maßnahmenplanung

Basierend auf der obigen Bestandsaufnahme des aktuellen Zustands der Walter-Gropius-Schule und angeregt vor allem durch die Ergebnisse der Schülerinnen- und Schülerbefragung sowie der Niedersächsischen Schulinspektion im Jahre 2008 wurden mehrere Entwicklungsziele formuliert, aus denen wiederum die Maßnahmenplanung für den schulweiten Verbesserungsprozess der nächsten Jahre hervorging.

Nach Etablierung der Teamstruktur werden diese Maßnahmen innerhalb der kommenden vier Jahre von den Teams aller Abteilungen und Schulformen sowie den schulweit agierenden Teams und Arbeitsgruppen umgesetzt werden.

 

Oberziel 1:
Die festgelegten Kompetenzen werden überprüfbar vermittelt.

Unterziel 1.1:
Die Vermittlung aktueller und umfassender Fachkompetenz ist gewährleistet

Maßnahmen
Analyse der Ergebnisse von Prüfungen und Wettbewerben  oder anderen Instrumenten der Leistungsüberprüfung (z.B. unterrichtsbegleitende Leistungskontrollen) innerhalb von Fachkonferenzen, Teams, Prüfungsausschüssen etc. und ggf. Ergreifen geeigneter Maßnahmen (z.B. Fortbildung, …)

 

Unterziel 1.2:
Die Vermittlung zeitgemäßer Methoden­kompetenz (inkl. Medienkompetenz) ist gewährleistet.

Maßnahmen:

  • Erstellen einer Methodenliste inkl. Bewertungskriterien
  • Fortbildung der Lehrkräfte bzgl. Methodentraining
  • Angabe der zu vermittelnden Methodenkompetenzen in den Arbeitsplänen  (Einbindung in die Lernsituationen) und  Überprüfung dieser in Leistungskontrollen
  • Einrichtung einer Arbeitsgruppe zum Methodentraining

 

Unterziel 1.3:
Die Sozial- und Personalkompetenz der Schülerinnen und Schüler wird gefördert.

Maßnahmen:

  • Kennenlern- / Einführungsphasen
  • regelmäßige Klassenfahrten und Schulveranstaltungen
  • Partner-, Gruppen-/Teamarbeit im Unterricht
  • Eigenverantwortliches Arbeiten im Unterricht
  • Trainingseinheiten zur Förderung von Kommunikation, sozialen und personalen Fähigkeiten
  • Nutzung des Trainingsraums lt. Konzept
  • Inanspruchnahme von Beratungs- und Mediationsangeboten lt. Konzept
  • Erweiterung des Sozialtrainings (Erweiterung auf BEK und BFS) Entwicklung einheitlicher Kriterien zur Beurteilung der Sozial- und Personalkompetenz

 

Oberziel 2:
Die Walter-Gropius-Schule ist ein attraktiver Lebens- und Arbeitsraum

 

Unterziel 2.1:
Der Unterricht an der Walter-Gropius-Schule ist von hoher Qualität

Maßnahmen:

  • Erstellung und regelmäßige Evaluation der Arbeitspläne gemäß Vorgaben
  • Regelmäßige, in den Arbeitsplänen vorgesehene Fachmessenbesuche, Exkursionen, Projekte, Wettbewerbe, Lehrgänge
  • Einrichtung bzw. Ausbau der Förder- und Differenzierungsangebote (inkl. Möglichkeiten der Binnendifferenzierung)
  • Verbesserung der Kooperation der Lehrkräfte (regelmäßige Dienstbesprechungen, Teamsitzungen, …)
  • Entwicklung einheitlicher Bewertungskriterien; Verbesserung der Transparenz bei der Bewertung
  • Systematisierung der Lernstandsgespräche
  • Kriterienentwicklung zur Hospitation
  • regelmäßige Aktualisierung von Intranet und Internet
  • Regelmäßige Schülerbefragung

Kriterien geleitete kollegiale Hospitation durch Lehrkräfte (Arbeitsgruppe Hospitation)
individuelle Unterrichtsevaluation (Arbeitsgruppe Hospitation)

 

Unterziel 2.2:
Ressourcen, Infrastruktur und Ausstattung werden gemanaged

Maßnahmen:

  • Definition von Aufgaben und Zuständigkeiten (Räume, Materialien ..)
  • Fortbildungsangebote erweitern und systematisieren lt. Fortbildungskonzept
  • Entwicklung und Kommunikation der Personalentwicklung (z.B. genaue Festlegung von Aufgaben und Zuständigkeiten, Einstellungen und Beförderungen etc.)
  • Konzept für die Ausstattung, Instandhaltung und Infrastruktur

Unterziel 2.3:
Die Verwaltungsaufgaben an der Walter-Gropius-Schule sind durch festgelegte Prozesse und Strukturen geregelt.

Maßnahmen:

  • Evaluation der Prozessbeschreibungen
  • Evaluation der Darstellung der Strukturen (Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten etc.) an der Walter-Gropius-Schule
  • Fortsetzung der Beschreibung der Prozesse mittels ViFlow

 

Unterziel 2.4:
Alle Beteiligten (Schülerinnen und Schüler, Eltern, externe Partner, Lehrkräfte und sonstige Mitarbeiter) äußern ein hohes Maß an Zufriedenheit mit der Arbeit an der Walter-Gropius-Schule.

Maßnahmen:

  • Außerunterrichtliche Aktivitäten werden gefördert Institutionalisierung einer Arbeitsgruppe zum Thema „Schulklima“
  • Stärkere Zusammenarbeit mit Schüler- und Elternvertretungen
  • Einführung von Unterstützungsgruppen (Kollegiale Beratung und Supervision)
  • Feedback-Formular für den Kontakt mit externen Partnern
  • Ausbau der Mitarbeitergespräche (Schulleitung) Regelmäßige Wiederholung der Schülerinnen- und Schülerbefragung
  • Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema „Zufriedenheit“ (Evaluationsgruppe)

 

Oberziel 3:
Die Walter-Gropius-Schule ist das regionale Kompetenz­zentrum für berufliche Bildung in den Berufsfeldern

 

Unterziel 3.1:
3.1.1   Die Walter-Gropius-Schule stellt sich öffentlich dar.
3.1.2   Die Walter-Gropius-Schule intensiviert ihr Netzwerk zu den Partnern von Bildung und Ausbildung

Maßnahmen:

  • Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit (Prüfungswesen, Darstellung von Projekten, Kooperationen, Infoveranstaltungen etc.)
  • Verbesserung der regelmäßigen und systematischen Zusammenarbeit mit externen Partnern inklusive jährlicher Dokumentation
  • Überprüfung möglicher Seminar- und Lehrgangsangebote für externe Interessenten
  • Erstellung einer Handreichung für den Kontakt mit Presse und Öffentlichkeit

 

Unterziel 3.2:
Die Walter-Gropius-Schule verfügt über ein umfassendes, schülerorientiertes Beratungssystem

Maßnahmen:

  • Verbesserung der Verfahren zur Schullaufbahnempfehlung / Beratung über interne und externe Förderangebote
  • Entwicklung eines Konzeptes zur Integration (Beratungsteam)
  • Konzepte zur Beratung der Schülerinnen und Schüler weiter entwickeln

 

Eckpunkte der Evaluationsstruktur der Schulprogrammarbeit

Mit Eintritt der Teams in die Umsetzungsphase der o. g. Maßnahmen wird an der Walter-Gropius-Schule ein Projektteam etabliert, welches den kontinuierlichen Fortgang der Schulprogrammarbeit sicherstellt.

Zu den Aufgabenbereichen dieses Teams gehören die regelmäßige Abfrage des Standes der Bearbeitung der Maßnahmen durch die einzelnen Teams, die organisatorische Unterstützung dieser in der laufenden Arbeit (z.B. Zusammenführung der Teams mit schulischen EFQM-Assessoren und Schulmediatoren) sowie die Einleitung der abschließenden Evaluationsphase.

Mit dem Abschluss dieses ersten Turnus der Schulprogrammarbeit in Form einer erneuten Zustandserhebung ist Ende 2014 zu rechnen.

 

 

 

 

Unser Schulprogramm zum Download

Schulprogramm (PDF ca. 192 KB)